Kandidat*innen (von links): Knuti, Dr. Lea Boecker, Prof. Dr. Alexander Schall, Dr. Philipp Bode.

Wissenschaft mal anders! Der Leuphana Science Slam ging am 15.01.2020 in die vierte Runde. Vor einem Publikum von über 600 Menschen stellten die vier furchtlosen Kandidat*innen am Mittwochabend ihre Expertise unter Beweis. Wir wollen an dieser Stelle niemandem die Inhalte dieser Beiträge vorenthalten.

Kandidat Knuti hat uns mit seiner tabellarischen Darstellung den ersten Überblick über die Teilnehmenden schwer erleichtert. Danke dafür! Knuti, B.Sc. trat als der alleinige studentische Aspirant zum Titel Science Slam Sieger 2020 an und obwohl die Krone ihn knapp verfehlte, war der glatzköpfige und (noch) unpublizierte Bachelorabsolvent ein absoluter Publikumsliebling.

Bachelor Thesis retten: Knuti zeigt, wie’s geht.

Was macht man, wenn bei der empirischen Forschung nichts rauskommt? In seiner Bachelorarbeit beschäftigte sich Knuti mit der Gambler’s Fallacy: Dem logischen Fehlschluss, dass zufällige Ereignisse, die lange nicht mehr aufgetreten sind, wahrscheinlicher werden sollten. Knuti dachte, der Fehlschluss sollte nicht mehr passieren, wenn man den Menschen erklärt, dass Wahrscheinlichkeiten so nicht funktionieren. Klingt logisch? Nur Knutis Daten wollten diese Hypothese zu seinem Pech nicht bestätigen. Der Psychologiestudent diskutierte die gängigen Optionen: Daten fälschen, Hypothesen anpassen oder einfach das rauspicken, was doch irgendwie funktioniert hat. Wir finden die Option, einen Slam draus zu machen auch ziemlich gut. Lieber Knuti, auch wenn deine Daten zur Gambler’s Fallacy nicht signifikant waren, war es dein Beitrag zum Science Slam 4.0 umso mehr.

,,Containern ist kein Diebstahl!”

,,Containern ist kein Diebstahl!” postulierte Prof. Dr. Alexander Schall in seinem Beitrag. Mit viel Witz und einer argumentativen Stringenz, die durch äußerst anschauliche Animationen unterstützt wurde, konnte Prof. Dr. Schall überzeugen. Hier einmal die Kurzfassung: ,,Die willkürliche Vernichtung verzehrbarer Lebensmittel ist unter humanitären wie nachhaltigen Aspekten asozial und verstößt gegen Art. 14 Abs. 2 GG.”

Was zuckst du so?

Psychologin und Titelverteidigerin Dr. Lea Boecker erklärte dem Publikum am eigenen Beispiel, wie der Schreckreflex funktioniert. Hier die Zusammenfassung: Wenn wir glücklich sind, erschrecken wir uns weniger, als wenn wir angespannt sind. Außer wir sind Psychopathen oder leiden unter einer Depression oder Panikstörung. Dann funktioniert unser Furcht- und Belohnungssystem nicht richtig und die Schreckreaktion wird nicht mehr moduliert. Außerdem haben Katzen furchtbar Angst vor Gurken, weil die aussehen wie Schlangen.

Vielen Dank für diesen lehrreichen Beitrag und an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Promotion, Frau Dr. Lea Boecker!

Dr. Philipp Bode ist Sieger des Leuphana Science Slam 4.0

Dr. Philipp Bode wurde vom Publikum mit seinem Beitrag zur Tierethik zum Sieger des Leuphana Science Slam 4.0 gekürt! Der Dozent stellte dar, wie Menschen Tiere über Sprache, Argumente und Verniedlichungen abwerten. Es ist nämlich nicht egal, ob es sich um eine ,,Kollision mit Pferd” oder eine ,,Kollision mit Auto” handelt und es ist aber ziemlich egal, dass sich Tiere auch gegenseitig fressen, wenn der Mensch sich in jeder anderen Situation über das Tier stellt. Die Abstrusität von Mortadella mit niedlichen Gesichtern und Mett in Igelform wurde von Dr. Bode humorvoll aber eindrücklich nachgewiesen. Wir finden: Ein verdienter Sieg!

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die spannenden und lustigen Beiträge, beim Publikum für die herausragende Stimmung und bei der unglaublichen Leuhana Science Slam Task Force für die liebevolle Organisation. Bis zum nächsten Mal!

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